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Vom Schülerhort zur Tagesschule

Die Entstehung und Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in Glarus

Glarus misst der Vereinbarkeit von Familie und Beruf seit jeher eine grosse Bedeutung zu: Das Ziel ist es, pädagogisch überzeugende Angebote mit professioneller Betreuung anzubieten. Auch als Standortfaktor sind Tagesstrukturen ein wichtiges Angebot der Gemeinde.

Der Schülerhort im Kantonshauptort Glarus war ab 1990 ein Pionierprojekt und hat die Entwicklung im ganzen Kanton stark gefördert. Seit Januar 2012 verfügt die Gemeinde Glarus über eine Fachstelle Tagesstrukturen, welche mit einem Pensum von 60 % besetzt ist. Die Hauptaufgabe der Fachstelle, in den Ortsteilen Netstal und Ennenda eine weitere Tagesstruktur aufzubauen, konnte bereits im August 2012 realisiert werden. In Netstal wurden 15 Plätze und in Ennenda 10 Plätze angeboten. Ebenfalls im August 2012 wurde für das Oberstufenzentrum im Buchholz ein Mittagstisch eröffnet.

Abwechslungsreiche Tage
Die Glarner Tagesstruktur hat während 45 Wochen geöffnet und bietet verschiedene Module an: Frühstücksbetreuung, Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung (unterteilt in zwei Blöcke) und die  ganztägige Ferienbetreuung. Die Eltern sollen beruhigt und sicher ihrer Arbeit nachgehen können. Für die Kinder werden die Tage abwechslungsreich gestaltet und auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet. Es wird viel gebastelt, gebacken, Hausaufgaben werden erledigt und natürlich kommt auch das Spielen und Zusammensein mit den Freunden nicht zu kurz. Am Mittwoch müssen die Kinder den ganzen Nachmittag anwesend sein. So können spannende, kleine Ausflüge im Gemeindegebiet durchgeführt werden.

Stetige Weiterentwicklung
Alle Tagesstrukturen wurden in der Zwischenzeit weiter ausgebaut. In Glarus werden aktuell 30 Plätze angeboten. Nun stösst die Mittagsbetreuung an ihre Grenzen und kurzfristig wird man auch dort ausbauen müssen. In Ennenda und Netstal konnte die Betriebsbewilligung auf neu 20 Plätze pro Tag erhöht werden, wobei derzeit noch freie Plätze bestehen.

Zentrale Ferienbetreuung
Das Modul der zentralen Ferienbetreuung wird für alle Tagesstrukturen an einem Standort durchgeführt. Angeboten werden pro Jahr fünf Wochen Betreuung während der Schulferien. Erstaunlicherweise ist der Bedarf hier eher rückläufig, weshalb das Angebot 2019 um eine Woche gekürzt wird. Das Programm der Ferienbetreuung ist jeweils einem bestimmten Thema gewidmet und entsprechend  ausgestaltet. Ausflüge in der ganzen Region sind möglich, da die Kinder zwischen 9 und 17 Uhr anwesend sein müssen.

Intensive Zusammenarbeit
Der Kanton Glarus hat seit 2016 eine Fachstelle für Familienfragen und damit eine kompetente Anlaufstelle für die fachlichen und betrieblichen Aspekte der täglichen Arbeit der Tagesstrukturen. «Grundsätzlich orientieren wir uns an den Richtlinien des Verbandes Kinderbetreuung Schweiz (kibesuisse) und legen grossen Wert darauf, diese in allen Bereichen einzuhalten», so Sandra Aeberli, Leiterin Fachstelle Tagesstruktur der Gemeinde Glarus. «Weiter arbeiten wir auch intensiv mit zwei privaten Trägerschaften zusammen, welche eine Kinderkrippe führen. Die Gemeinde subventioniert auch die Kinderbetreuung im Vorschulbereich.» Die Fachstelle Tagesstrukturen ist auch für die Planung und Durchführung der Blockzeiten der Schule zuständig. Dieses Angebot wird in allen Ortsteilen ganz verschieden genutzt.

Moderne Strukturen
«Das Ziel ist es, unsere Tagesstrukturen modern und der heutigen Zeit entsprechend zu führen. Regelmässige Auseinandersetzung mit aktuellen Erziehungsfragen ist uns wichtig. Derzeit befassen wir uns intensiv mit dem Thema Partizipation – aus Sicht der Leitung ein aktuell wichtiges Thema. Zudem haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets die Möglichkeit, Weiterbildungen zu besuchen und sich weiterzuentwickeln.»

Bessere Vernetzung
Weiter befasst sich die Tagesstruktur mit dem Thema Tagesschule, denn die Mittagsbetreuung wird immer mehr von Familien mit zwei berufstätigen Elternteilen in Anspruch genommen. Die Idee ist, mit
einer Tagesschule die Tagesstrukturen zu ergänzen und zu entlasten. «Zentrales Anliegen ist für uns aber die bessere Vernetzung von Bildung und Betreuung. Wir sind überzeugt, dass tragfähige Beziehungen von Kindern mit den Lehrpersonen und Betreuenden in einem Tagesschulangebot noch besser gefördert werden können», erklärt Sandra Aeberli. Dafür entsteht derzeit eine Arbeitsgruppe, in der Lehrpersonen, Betreuende, die Schulkommission und Eltern vertreten sind.

 

Schule Glarus als Gast in unseren Katalogen

Die Schule Glarus ist Partner in unserer Katalogserie der Jahre 2019 und 2020. Sie begegnen darum immer wieder Gesichtern von Kindern der Schule Glarus. In verschiedenen redaktionellen Beiträgen bringen wir Ihnen Glarus ein wenig näher.

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